Freitag, 10. Oktober 2014

Eisenbahntunnel in Göteborg zerstört Stadtkern

Die Stadtverwaltung Göteborg spricht beim Bau des geplanten Eisenbahntunnels grundsätzlich nur von seiner Notwendigkeit, dem Vorteil für die Reisenden, der Zukunftsperspektive und dem wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt, wenn auch grundsätzlich ohne klare Zahlen zu nennen. Man verschweigt dabei, dass die Rentabilität wohl nie erreicht wird, nur wenige Personen die beiden zusätzlichen Bahnhöfe benutzen werden und offiziell geschützte Bäume einfach beseitigt werden.

Was man jedoch noch mehr verschweigt, sind die möglichen Schäden, die der Bau eines so bedeutenden Tunnels unter der Innenstadt bei mehrstöckigen Wohnhäusern verursachen kann, denn auch wenn sich die Technik beim Tunnelbau verbessert hat, so muss Granit immer noch gesprengt werden und erzeugt auch heute noch Erschütterungen, die sich auf jedes Wohnhaus übertragen das auf der gleichen Bergader gebaut wurde. Zudem muss man bedenken, dass noch nie ein so bedeutender Tunnel in so unterschiedlichem Material gegraben wurde wie jener, der nun auf jeden Fall entstehen muss.

Auch wenn der Stadtrat nicht auf dem Laufenden darüber sein sollte, dass Schäden nach Sprengungen nicht unbedingt unmittelbar auftreten müssen und sich der Grund nach der Entfernung von Lehm sehr langsam bewegt und senkt, so sind sich alle Bauingenieure darüber einig. Nachdem man heute schon nicht beurteilen kann wie teuer der Bau des Eisenbahntunnels wird, so kann man also noch weniger beurteilen wie hoch die Schäden an Gebäuden anschließend sein werden, aber nachdem die Spitzenpolitiker der Stadt dann auf Steuerkosten in Pension sein werden, ist ihnen dies vermutlich heute ohnehin egal.

Copyright: Herbert Kårlin

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