Mittwoch, 8. Oktober 2014

Organisierte Ausbeutung der Bettler in Göteborg

In den drei Großstädten Schwedens, also auch in Göteborg, taucht immer häufiger das Problem auf, dass Bettler aus Rumänien und Bulgarien bis zu 1000 Kronen bezahlen müssen um an einem strategisch günstigen Platz sitzen zu dürfen. Allerdings handelt es sich bei den Geldeintreibern um schwedische Gruppen, die entdeckt haben wie sie aus Armut Geld machen können ohne dass sich Polizei und Richter darum kümmern.

Und in der Tat haben diese Gruppen keine Schwierigkeiten mit ihren Erpressungen, denn die Bettler Schwedens haben kein Vertrauen in die Gerechtigkeit und teilweise auch Angst vor der Polizei. Keiner unter ihnen wagt daher das Verbrechen anzuzeigen und nur einige wenige Vertrauenspersonen der Stadtmission oder Personen, die selbst auf der Straße gelebt haben, also ehemalige Alkoholiker und ehemalige Drogenabhängige, können das Vertrauen der Bettler gewinnen, so dass die Erpressung zumindest bekannt werden kann.

Bettler, die nach Göteborg kommen, verfügen über kein Netzwerk und keinerlei Informationen darüber was sie erwartet. Wenn daher eine jüngere Person ein Platzgeld verlangt, so wissen sie in der Regel nicht einmal, dass dies illegal ist und spätestens nach einer stärkeren Drohung bezahlen sie jede ihnen mögliche Summe. Ohne einen guten Platz zum Betteln, ist es schon heute nahezu unmöglich als Bettler in Göteborg zu überleben, denn die Anzahl der Bettler stieg während der letzten Jahre so stark an, dass die meisten unter ihnen nur noch etwa 100 Kronen pro Tag erbetteln können, die Hälfte dessen was vor zwei Jahren noch üblich war.

Copyright: Herbert Kårlin

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